I n h a l t
Sicherheitspartnerschaft  Oberdöbling

Die Sicherheitspartnerschaft - Das Projekt

Teil 4 - Nutzen, Fonds Soziales Wien


Nutzen für die RayonspolizistInnen

Die Sicherheitspartnerschaft Oberdöbling als Form bürgernaher Polizeiarbeit konnte dazu beitragen, den Bekanntheitsgrad der RayonspolizistInnen zu erhöhen sowie den bürgerorientierten Teil dieser Funktion mit Tätigkeiten und Aufgaben auszufüllen. In der Projektphase investierten die RayonspolizistInnen rund 1/5 ihrer Arbeitszeit in die Durchführung des Projekts, was vorläufig einen erhöhten Arbeitsaufwand darstellte. Als es gelungen war, ein Vertrauensverhältnis sowie kontinuierlichen Austausch mit einem Teil der GrätzlbewohnerInnnen aufzubauen, nahm der Arbeitsaufwand für das Zielgebiet ab, da einerseits die Informationen zur Polizei gestiegen und die Interventionen für Alltagsirritationen gesunken sind. Die Folge ist, dass die Polizei bereits im Vorfeld besser präventiv agieren kann und gleichzeitig dadurch weniger Aktenbearbeitung im Bezug zur Nachklärung von strafbaren Handlungen entsteht. Die intensive Beschäftigung mit dem Grätzlgeschehen und positive Rückmeldungen von Seiten der Bevölkerung erhöhten die Arbeitszufriedenheit der RevierinspektorInnen.

Die Unterstützung der RevierinspektorInnen durch eine professionelle Prozessbegleitung ermöglichte das produktive Erarbeiten von Lösungsvorschlägen in den Gruppen. Ein weiterer Erfolg des Projekts lag in der Verbesserung des Images der Stadtpolizeikommando Döbling durch die Betonung der bürgerorientierten und sozialen Kompetenzen der Polizei. Damit wurde auf das Bedürfnis der Bevölkerung nach dem/der "PolizistIn zum Anfassen" - einer Ansprechperson für "Disorder-" und persönliche Probleme - eingegangen.
 


Nutzen für den Fonds Soziales Wien

Mit der Beteiligung von TEAM FOCUS an der Sicherheitspartnerschaft Oberdöbling sollte gezeigt werden, dass durch die Vernetzung sozialer Institutionen mit der Exekutive gemeinsam Projekte zur Sicherung und Verbesserung der Lebensqualität in Wien umgesetzt werden können. Durch eine abgestimmte Vorgehensweise der ProjektpartnerInnen und den involvierten Projektbeteiligten aus dem Grätzl sollten Ressourcen gebündelt und Synergieeffekte genutzt werden, um das Ziel - ein höheres Maß an Sicherheit für die BewohnerInnen - zu erreichen.

Wie sich im Laufe des Projekts zeigte, lassen sich die Unsicherheitserfahrungen der TeilnehmerInnen unter "Disorder- Probleme" zusammenfassen. Damit sind Störungen und Probleme des Alltags sowie Irritationen im öffentlichen Raum gemeint. Neben diesen Aspekten beeinflussen vor allem die persönlichen Lebensumstände das subjektive Sicherheitsgefühl. Insofern ist bei der Bearbeitung derartiger Problemlagen - mit dem Ziel das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu erhöhen - die Zusammenarbeit sozialer Einrichtungen mit der Exekutive gefordert.

Die Sicherheitspartnerschaft Oberdöbling hat gezeigt, dass RayonspolizistInnen in der Ausübung ihrer bürgernahen Tätigkeit zu wichtigen AnsprechpartnerInnen von StadtteilbewohnerInnen werden können. Sie verfügen über ein grätzlbezogenes Wissen, welches sie zu wichtigen VernetzungspartnerInnen für soziale Einrichtungen im Stadtteil macht, da sie unter anderem die Funktion einer Schnittstelle, also eines Vermittlers zu kommunalen Einrichtungen übernehmen.

Textquelle: www.wien.gv.at
 


© Sicherheitspartnerschaft Oberdöbling 1190 Wien

August 2017

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