I n h a l t
Sicherheitspartnerschaft  Oberdöbling

Die Sicherheitspartnerschaft - Das Projekt

Teil 3 - Evaluation


Evaluation

Gerade bei neuen, innovativen Projekten kommt einer wissenschaftlichen Begleitforschung oder so genannten "Prozessevaluation" eine besondere Bedeutung zu. Diese findet parallel zu dem Projekt "Sicherheitspartnerschaft Oberdöbling" statt und hat zum Ziel, die Planung, Entwicklung und Durchführung des Projektes auf ihre Wirksamkeit hin zu erforschen und wenn notwendig, Maßnahmen zur Optimierung schon während der Durchführung anzuregen. Durch die Prozessevaluation wird für Außenstehende nachvollziehbar, warum und mit welchem Ressourceneinsatz, mit welchen konkreten Aktivitäten und mit welchen Ergebnissen die Sicherheitspartnerschaft Oberdöbling durchgeführt wurde. Das erleichtert wiederum die mögliche Ausweitung der Sicherheitspartnerschaft als kriminalpräventive Maßnahme auf andere Teile des 19. Bezirks oder Regionen Wiens.

Nutzen für die BewohnerInnen des Zielgebietes Ein zentrales Ergebnis der wissenschaftlichen Begleitforschung lautet: "Mehr Sicherheit im Grätzl durch Kommunikation." Kommunikation wird in diesem Zusammenhang als wechselseitiger Informationsaustausch im Sinne eines partnerschaftlichen Dialoges zwischen RayonspolizistInnen und BewohnerInnen eines Stadtteils verstanden. Das Bemühen von Seiten der Exekutive um möglichst breite Mitwirkung und Einbindung der Bevölkerung in die Definition und Bearbeitung lokaler Problemlagen zeigte auf mehreren Ebenen Erfolge. Zum einen übernahmen die meisten TeilnehmerInnen der Sicherheitspartnerschaft wieder Verantwortung für das "Grätzlgeschehen". Vorher nicht existierende Netze informeller sozialer Kontrolle konnten geschaffen, bestehende gestärkt werden. Das führte gleichzeitig zu einer Belebung der sozialen Kontakte innerhalb der Nachbarschaft. Die Projektdurchführenden förderten mit Hilfe der Gruppentreffen das gemeinschaftliche Handeln auf Grätzlebene. Das führte zu einer weiteren zentralen Erkenntnis, welche "gemeinschaftliche statt kommunaler Kriminalprävention" in den Vordergrund stellt. "Kommunal" wird oft mit "institutionell" gleichgesetzt und dementsprechend vernachlässigen Verantwortliche bei der Umsetzung von Sicherheitskonzepten die Einbeziehung von BürgerInnen.

Kommunale Kriminalprävention kann aber auch über institutionelle Vernetzung hinausgehen und jene ansprechen, die unmittelbar von "Disorder-Problemen" (Störungen und Probleme des Alltags sowie Irritationen im öffentlichen Raum) betroffen sind. Projekte wie die Sicherheitspartnerschaft Oberdöbling konzentrieren sich auf die Kommunikation der RayonspolizistInnen mit Gruppen von StadtteilbewohnerInnen. Die Vorteile dieser räumlich und inhaltlich relativ eingegrenzten Form von Kriminalprävention liegen in der direkten Stärkung der sozialen Kompetenz der BürgerInnen und dem optimalen Eingehen auf deren individuelle Bedarfslagen. Damit können auf Grätzlebene "Kleinstprobleme" rasch behandelt und Erfolge sichtbar gemacht werden.

Alle diese genannten Aspekte, insbesondere aber ein "Mehr an Kommunikation" und die Förderung gemeinschaftlicher Handlungsweisen trugen zur Erhöhung des subjektiven Sicherheitsgefühls der BewohnerInnen bei.
 


 

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Nutzen, Fond Soziales Wien
   

 
 


© Sicherheitspartnerschaft Oberdöbling 1190 Wien

Juni 2017

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